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Wie Peer-Mentoring soziale Kompetenz und Führungskraft nachhaltig stärkt

An der University of Delaware haben sich nach Angaben der Hochschule 20 studentische Peer-Mentoren und Teaching Assistants aus vier naturwissenschaftlichen Fachbereichen (Biologie, Chemie und…

Wie Peer-Mentoring soziale Kompetenz und Führungskraft nachhaltig stärkt

Wenn Auszubildende zu Mentoren werden

Mentoring ist kein Soft-Skill-Programm. Wer früh Verantwortung für andere übernimmt, baut sich selbst ein Netzwerk auf, das in Bewerbungsgesprächen den Unterschied macht. Zwei aktuelle Programme aus den USA zeigen, wie strukturiertes Peer-Mentoring in der Praxis aussieht.

Wissenschaftscampus als Lernlabor

An der University of Delaware haben sich nach Angaben der Hochschule 20 studentische Peer-Mentoren und Teaching Assistants aus vier naturwissenschaftlichen Fachbereichen (Biologie, Chemie und Biochemie, Physik sowie Psychologie) zu einem Workshop getroffen. Student Coordinator Dylan McQuiston leitete die Veranstaltung mit dem Titel „Breaking Crust: The Secret Sauce of Building Community With Your Students". Ziel: eigene Führungsstile reflektieren, Empathie zeigen und Räume schaffen, in denen sich Kommilitonen ernstgenommen fühlen. Die Teilnehmer erarbeiteten am Ende je eine konkrete Idee, die sie ab dem nächsten Mentoring-Einsatz umsetzen. Finanziert wurde das Format über einen Mini-Grant der UD Coalition on Character Development.

Küche als Karriere-Sprungbrett

Parallel dazu meldet das Unternehmen Delaware North, dass Absolventen seines Culinary & Hospitality Excellence for Future Success (CHEFS)-Programms aus dem ersten und dritten Jahrgang als Mentor für den sechsten Jahrgang zurückkehren. Insgesamt 11 Köche haben nach einer viertägigen Schulung am Culinary Institute of America in Napa die ProChef-Mentor-Bezeichnung erworben. CHEFS läuft seit 2022, identifiziert Souschefs mit Potenzial und bringt sie über Mentorenstrukturen in Executive-Positionen. Erste Absolventen sitzen bereits als Executive Chef in Restaurants oder Stadionarenen.

Was du daraus mitnehmen kannst

Mentoring funktioniert in beide Richtungen. Wer sich früh als Mentor engagiert, übt Feedback geben, Verantwortung tragen und Konflikte moderieren. Das sind drei Kernkompetenzen, die in jeder IHK-Prüfung drankommen und in jedem Vorstellungsgespräch nachgefragt werden.

Drei Punkte zum direkten Umsetzen:

  • Frag in deinem Betrieb nach. Viele Ausbildungsbetriebe haben informelle Mentor-Programme, aber niemand spricht darüber. Ein konkreter Vorschlag an die Ausbildungsleitung reicht oft, um so eine Struktur aufzubauen.
  • Such dir selbst einen Mentor. Egal ob älterer Azubi, Geselle oder Meister. Wer einmal erlebt hat, wie ein Mentor Wissen weitergibt, kann später besser selbst mentoren.
  • Dokumentiere deine Mentor-Rolle. Ein kurzer Eintrag im Lebenslauf oder ein konkretes Beispiel im Gespräch („Ich habe einem neuen Azubi die ersten Wochen erklärt, wie die Abläufe laufen") schlägt jede theoretische Soft-Skill-Aufzählung.

Das UD-Programm zeigt: Mentoring ist keine Nebensache, sondern Rückgrat der Ausbildung. Das CHEFS-Programm zeigt: Wer konsequent Mentor wird, baut sich eine Karriereleiter von innen auf. Beide Wege funktionieren nur, wenn du sie aktiv gehst.