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The power of mentorship at every career stage

Nach Berichten von The Hans India und India News Calling gewinnt strukturierte Mentorship in der Berufsorientierung international an Gewicht – Programme, die Schüler mit erfahrenen Praktikern…

The power of mentorship at every career stage

Nach Berichten von The Hans India und India News Calling gewinnt strukturierte Mentorship in der Berufsorientierung international an Gewicht – Programme, die Schüler mit erfahrenen Praktikern zusammenbringen, sollen den Übergang von der Schule in den Beruf absichern. Für den deutschen Ausbildungsmarkt ist das kein theoretischer Trend, sondern eine direkte Antwort auf hohe Abbruchquoten in der Probezeit. Wer ohne Mentor startet, lernt die ungeschriebenen Regeln im Betrieb erst, wenn es zu spät ist.

Was Mentorship leistet – und was nicht

Die vorliegenden Quellen benennen übereinstimmend zwei Bausteine: regelmäßige Berufsberatung an Schulen und die direkte Begleitung durch jemanden, der den Arbeitsalltag kennt. Das deckt sich mit dem, was in deutschen Betrieben seit Jahren funktioniert – oder eben nicht. Patenschaften zwischen Auszubildenden und erfahrenen Gesellen, zwischen Schulabgängern und IHK-Prüfern: Alles existiert. Genutzt wird es zu wenig.

Mentorship ist keine Nachhilfe und keine Therapie. Es ist die Übersetzung zwischen dem, was die Schule lehrt, und dem, was der Betrieb am Ende des ersten Lehrjahrs tatsächlich verlangt. Diese Übersetzung braucht jeder – auch wer sich für seinen Wunschberuf sicher hält.

Drei konkrete Schritte für Ausbildungssuchende

  • Bei der zuständigen IHK oder Handwerkskammer gezielt nach Mentorenprogrammen für Ausbildungsstarter fragen. Nicht abwarten, ob jemand von sich aus kommt.
  • Betriebspraktika als realistischen Test nutzen: mehrere Tage im potenziellen Ausbildungsbetrieb, ehrliches Feedback vom Meister einfordern, Arbeitszeiten und Betriebsklima selbst prüfen.
  • Den Termin bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit mit einer konkreten Frage vorbereiten – nicht mit vager Orientierungslosigkeit. „Welche drei Ausbildungsberufe passen zu meinen Noten und meinem Schulabschluss?" ist eine Frage. „Ich weiß nicht weiter" ist keine.

Was bleibt zu beobachten

Die in den Quellen erwähnten Initiativen – etwa die Initiative „Pratigya Abhiyaan" in Malda – lassen sich nicht eins zu eins auf deutsche Strukturen übertragen. Klar ist aber: Die Nachfrage nach strukturierter Begleitung steigt, das Angebot hinkt hinterher. Jugendliche, die in den nächsten zwölf Monaten eine Ausbildung beginnen, sollten nicht auf ein flächendeckendes Programm warten, sondern sich selbst einen Mentor suchen – im Betrieb, in der Familie, im Verein.