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Bildungsreformen im Wallis: Was Schulen und Eltern jetzt wissen müssen

Laut Walliser Zeitung bündelt der Kanton Wallis zum Schuljahr 2026 mehrere Reformen: das virtuelle Austauschprojekt «Premiers pas – Los!» zwischen 7H und 8H, schrittweise Erste-Hilfe-Pflicht von der…

Bildungsreformen im Wallis: Was Schulen und Eltern jetzt wissen müssen

Walliser Schulen: Sprachaustausch, Erste Hilfe und Digitalisierung

Laut Walliser Zeitung bündelt der Kanton Wallis zum Schuljahr 2026 mehrere Reformen: das virtuelle Austauschprojekt «Premiers pas – Los!» zwischen 7H und 8H, schrittweise Erste-Hilfe-Pflicht von der 1H bis zur 10OS, die Einführung der Schulplattform «Schoolinked» und einen kantonalen Rahmen für den Einsatz künstlicher Intelligenz. Dazu kommen eine neue kantonale Verordnung zur Berufsmaturität, eine Bundesverordnung zur Allgemeinbildung und eine Gewichtsempfehlung für den Schulsack. Für Auszubildende und Eltern in der Region kein Schweizer Randthema, sondern konkrete Stellschrauben, die auch hier funktionieren.

Was im Wallis konkret beschlossen ist

Erste Hilfe ab der ersten Klasse. Nach einem Postulat des Grossen Rats wird der Unterricht schrittweise von 1H bis 10OS eingeführt. Im Handwerk und in der Technik ist das kein Wahlfach, sondern Grundlage. Wer vorher weiss, wie ein Druckverband sitzt, fängt nicht bei null an.

Sprachaustausch ohne Reisekosten. Das Projekt bringt 7H und 8H virtuell mit Klassen der anderen Sprachregion zusammen. Wer mit zwölf ernsthafte Gesprächspartner auf Französisch oder Deutsch hat, schreibt sich später leichter für eine fremdsprachige Berufsschule oder ein Austauschjahr ein.

Schulrucksack unter zehn Prozent des Körpergewichts. So die Empfehlung der Walliser Unterrichtsbehörde. Kein medizinischer Grenzwert, sondern Richtwert von Gesundheitsfachkräften. Wer den Ranzen seines Kindes noch nie gewogen hat: Tasche leer, Ranzen voll, auf die Waage. Liegt das Ergebnis über zehn Prozent, ist das kein Komfortthema, sondern Haltungsrisiko.

Neue Verordnungen für Berufsmaturität und Allgemeinbildung. Eine neue kantonale Verordnung ändert die Aufnahmebedingungen für die Berufsmaturität, pro Sprachregion gibt es nur noch eine Prüfung. Vorbereitungskurse, die bislang auf zwei Termine ausgelegt waren, werden umgestellt. Eine neue Bundesverordnung zum allgemeinbildenden Unterricht berücksichtigt Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Bürgerschaft und Chancengleichheit stärker.

Was sich vor deiner Tür ableitet

  • Briefe laufen digital. «Schoolinked» wird schrittweise im ganzen Kanton ausgerollt. Eltern ohne Zugang klären das in der ersten Schulwoche, nicht erst beim Elternsprechtag.
  • KI-Regeln stehen noch. Im Wallis wird derzeit ein kantonaler Rahmen ausgearbeitet. Wer in der eigenen Schule mit Lehrkräften über KI-Tools reden will, hat jetzt ein Argument: Solange es keine Verordnung gibt, sind Hausregeln gefragt.

Drei Aufgaben vor Schulbeginn

1. Ranzen wiegen. Liegt das Ergebnis über zehn Prozent des Körpergewichts, wird ausgemistet. Zweite Garnitur Sportsachen zu Hause lassen, Federmappe entrümpeln.

2. Erste-Hilfe-Kurs organisieren. Neun-Stunden-Kurs bei einer Hilfsorganisation vor Schulstart absolvieren. Wer den Kurs vor der Ausbildung macht, drückt sich im Bewerbungsgespräch nicht damit – der zeigt es.

3. Sprachaustausch in der eigenen Klasse anregen. Falls die Schule kein Pendant zu «Premiers pas – Los!» hat: Klassenleitung ansprechen, ob ein digitales Projekt mit einer Partnerschule möglich ist. Wer das im Lebenslauf stehen hat, hebt sich von Mitbewerbern ab.