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Warum Mentoring für Jugendliche in Bad Tölz der Schlüssel zum Ausbildungserfolg ist

Schneider Electric hat nach einem Bericht der "Guardian Nigeria" ein Mentorenprogramm gegen Jugendarbeitslosigkeit gestartet.

Warum Mentoring für Jugendliche in Bad Tölz der Schlüssel zum Ausbildungserfolg ist

Die Meldung kommt aus Westafrika, das Thema trifft aber jede Berufsberatung in Bayern direkt: Wenn ein Industriekonzern von Weltrang auf Mentoring als Hebel setzt, ist das die offizielle Bestätigung dessen, was Ausbildungsbetriebe zwischen Bad Tölz und Wolfratshausen seit Jahren in der Werkstatt beobachten – ohne Begleitung brechen Ausbildungen ab, mit Begleitung entstehen Fachkräfte.

Was feststeht – und was nicht

Konkrete Details zu Programmstruktur, Zielgruppe oder Region nennt der Bericht nicht. Bekannt ist nur: Schneider Electric, weltweit tätig in Energie- und Automatisierungstechnik, positioniert Mentoring gegen Jugendarbeitslosigkeit. Damit macht ein globaler Konzern öffentlich, was im Handwerk längst gelebte Praxis ist und was die wenigsten Schulabgänger aktiv einfordern – eine erfahrene Fachkraft, die sich verbindlich Zeit nimmt.

Warum Mentoring scheitert – drei Wenn-Dann-Szenarien

Wenn Erwartungen am Anfang unklar bleiben, endet das Programm nach drei Monaten im Niemandsland. Wenn Termine nicht verbindlich vereinbart werden, wird aus Mentoring ein Kaffeekränzchen. Wenn nichts dokumentiert wird, kann weder Mentee noch Mentor beurteilen, ob es wirkt. Ein funktionierendes Mentoring steht oder fällt daher mit drei Elementen: klare Vereinbarung am Anfang, fester Rhythmus, schriftliches Protokoll nach jedem Treffen.

Dein nächster Schritt

Mentoring wird nicht vergeben – es wird erarbeitet. Wer diese Woche handelt, geht in drei Schritten vor:

1. Auswahl treffen. Suche zwei bis drei Fachkräfte in deinem Zielberuf. Nicht Personaler, nicht Geschäftsführer – jemand mit Gesellen- oder Meisterbrief, der denselben Weg gegangen ist. Wer selbst keine nennenswerte Betriebserfahrung hat, kann kein Mentor sein.

2. Ansprechen mit Ansage. Frag konkret nach dreißig Minuten pro Monat über ein Jahr. Kein "können wir mal reden" – wer ausweicht, gar nicht antwortet oder auf "bei Bedarf" verweist, ist nicht der Richtige.

3. Protokoll führen. Nach jedem Treffen: drei Stichpunkte zum Inhalt, eine konkrete Aufgabe bis zum nächsten Termin. Wer das schriftlich macht, hat nach einem halben Jahr einen Wissensvorsprung, den keine Bewerbung und kein Schulzeugnis ersetzt.

Zum Schluss die nüchterne Frage: Wartest du auf ein offizielles Programm eines Konzerns – oder suchst du dir jetzt selbst jemanden, der dich durch das erste Ausbildungsjahr trägt? Die Antwort entscheidet, ob du in sechs Monaten immer noch dieselben Bewerbungen schreibst oder bereits einen konkreten Ansprechpartner im Betrieb hast.