Musée d'Orsay: Checkliste für den Ticketkauf und Einlass
Das Paradox steht direkt vor der Tür: Die scheinbar günstigere Variante kostet am meisten. Wer am Schalter vor Ort ein paar Euro spart, zahlt mit dem, was in Paris ohnehin knapp ist – Zeit.

Wer den Aufpreis für ein vorab gebuchtes Ticket scheut, steht erfahrungsgemäß deutlich länger an Eingang A, während Besucher mit bereits reserviertem Zeitfenster über Eingang C schneller zur Sicherheitskontrolle gelangen. Das Musée d'Orsay belohnt Planung und bestraft Spontaneität. Wer den Besuch in seinen Tag integrieren will, statt seinen Tag dem Besuch unterzuordnen, kommt an der Vorab-Buchung kaum vorbei.
Tickets und Preise
Musée d'Orsay
| Option | Art | Dauer | Bewertung | Ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ticket ohne Anstehen · 2 bis 2,5 Std. RundgangGetYourGuide | ohne Anstehen | ca. 2 Std. | ★ 2,975 Bewertungen | ab42 € | Verfügbarkeit prüfen |
| Führung · 1,5 Stunden inklusive TicketGetYourGuide | Führung | 1,5 Std. | ★ 4,8135 Bewertungen | ab69 €−27 % | Verfügbarkeit prüfen |
| Offizielles Ticket · Online-RegulärtarifOfficial | offizielles Ticket | — | — | ab16 € | Verfügbarkeit prüfen |
An der KasseErwachsene12 €KindfreiErmäßigtfreiOffizielle Website — museeorsay.paris
Das System ist nicht kompliziert. Es ist nur konsequent. Tickets mit Zeitfenster werden online vergeben, der Zugang erfolgt über einen dafür vorgesehenen Eingang, die Sicherheitskontrolle bleibt die letzte Hürde. Wer diesen Dreisatz einmal verstanden hat, hat den halben Museumsbesuch schon gewonnen.
Online-Buchung versus Tageskasse: Warum Vorab-Tickets Zeit sparen
Die Tageskasse klingt nach Freiheit. Kein fester Termin, keine Buchungspflicht, keine Bindung an ein Zeitfenster. Man läuft am Quai entlang, das Musée d'Orsay taucht hinter der Brücke auf, man geht einfach hinein. Diese Vorstellung haben viele – und genau deshalb kann die Schlange an Eingang A regelmäßig lang werden.
Die Mechanik dahinter ist einfach: Wer sein Ticket bereits digital oder ausgedruckt dabeihat, muss nicht zur Kasse. Der Weg führt direkt zur Sicherheitskontrolle. Das ist keine Abkürzung für Eingeweihte, sondern die reguläre Route für vorbereitete Besucher. Das Museum vergibt die Zeitfenster nicht, um den Besuch unnötig zu verkomplizieren, sondern um den Andrang zu verteilen. Wer sich an dieses System hält, profitiert davon. Wer es ignoriert, läuft in eine vermeidbare Warteschlange.
Vor der Buchung sollte man deshalb nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den eigenen Tagesablauf schauen. Ein Zeitfenster macht den Besuch planbarer, bindet ihn aber an einen bestimmten Zeitraum. Wer aus einem anderen Stadtteil kommt, mit Kindern unterwegs ist oder mehrere Stationen miteinander verbinden möchte, sollte die Anfahrt nicht zu knapp kalkulieren. In Paris können wenige Minuten an einer Metrostation, eine rote Ampel oder eine unerwartete Menschenmenge den Zeitplan verschieben.
Für die Buchung ist es sinnvoll, die gewünschte Besuchszeit nicht erst am Vorabend auszuwählen. Besonders beliebte Tageszeiten können schneller vergeben sein, und bei Sonderausstellungen gelten mitunter eigene Bedingungen. Wer mehrere Personen anmeldet, sollte außerdem darauf achten, dass alle Tickets im selben Buchungsvorgang oder zumindest für dasselbe Zeitfenster gekauft werden. Unterschiedliche Einlasszeiten machen eine gemeinsame Ankunft unnötig kompliziert.
Was viele nicht wissen: Auch Inhaber eines vorab gebuchten Tickets müssen die Sicherheitskontrolle passieren. Ein Zeitfenster bedeutet nicht, dass jede Wartezeit entfällt, sondern vor allem, dass die Wartezeit an der Kasse entfällt. Die Sicherheitskontrolle selbst hat ihr eigenes Tempo – abhängig vom Tag, der Uhrzeit und dem allgemeinen Besucheraufkommen. An Spitzentagen kann auch hier Geduld gefragt sein, meist bleibt der Ablauf jedoch überschaubarer als an der Tageskasse.
Ein weiterer Vorteil der Online-Buchung liegt in der Übersicht. Wer das Ticket vor dem Museumsbesuch kauft, hat die Eintrittsfrage bereits erledigt und muss vor Ort nicht erst Preise, Ermäßigungen und verfügbare Zeitfenster vergleichen. Das ist besonders hilfreich, wenn die Gruppe aus Erwachsenen, Kindern und eventuell ermäßigungsberechtigten Besuchern besteht. Die benötigten Nachweise kann man vorbereiten, anstatt sie erst in der Kassenschlange zu suchen.
Das Ticket sollte am Besuchstag nicht nur in einem E-Mail-Postfach liegen. Besser ist es, die Buchungsbestätigung vorab auf dem Mobiltelefon zu öffnen oder als PDF griffbereit zu speichern. Ein Ausdruck ist ebenfalls möglich, sofern der Code gut lesbar bleibt. Wer mit mehreren Personen reist, sollte zudem prüfen, ob alle Buchungsdaten auf einem Gerät verfügbar sind. So hängt der Einlass nicht davon ab, ob eine einzelne Person gerade Empfang hat oder ihr Telefon findet.
Wer plant, gewinnt nicht das Museum – er gewinnt seinen eigenen Tag zurück.
Für wen lohnt sich die Vorab-Buchung also wirklich? Für jeden, der das Museum als Programmpunkt in einen vollen Paris-Tag einbauen will. Wer mehrere Museen an einem Tag schaffen möchte, wer abends noch eine Verabredung hat oder wer mit Kindern unterwegs ist und keine lange Schlange erklären kann, kommt an der Online-Buchung kaum vorbei. Auch bei einem besonders begehrten Ausstellungstermin ist das Zeitfenster die bessere Ausgangslage.
Wer dagegen einen vollständig offenen Tag plant, kann theoretisch auf die Tageskasse setzen. Praktisch bleibt aber das Risiko, dass die verfügbare Zeit nicht zum eigenen Plan passt. Gerade bei einer kurzen Reise ist dieses Risiko selten den möglichen kleinen Preisvorteil wert.
Die Logistik vor Ort: Orientierung an den Eingängen A und C
Das Musée d'Orsay hat mehrere Besucherzugänge, und sie erfüllen nicht alle denselben Zweck. Eingang A ist der relevante Zugang für Besucher, die ihr Ticket vor Ort kaufen möchten. Eingang C ist für Besucher mit bereits gebuchten Eintrittskarten vorgesehen. Wer zum ersten Mal vor dem Gebäude steht, orientiert sich meist an der prominent ausgeschilderten Hauptseite an der Rue de la Légion d'Honneur. Dort befinden sich häufig die Wartenden, die Kassenschilder und die allgemeine Verwirrung, welcher Eingang nun der richtige ist.
Eingang C liegt seitlich versetzt und ist weniger auffällig markiert. Wer die Wegführung des Museums nicht kennt, läuft Gefahr, ihn zunächst zu übersehen. Das ist keine böswillige Beschilderungspolitik, sondern eine Frage der Besucherströme: Eingang A ist der Standardfall für Spontanbesucher, Eingang C die vorgesehene Route für alle, die sich vorbereitet haben.
| Merkmal | Eingang A | Eingang C |
|---|---|---|
| Ticket vorhanden | Nein, Kauf vor Ort | Ja, vorab gebucht |
| Zielgruppe | Spontanbesucher | Besucher mit Zeitfenster oder gültiger Eintrittskarte |
| Wartezeit | Häufig länger und vom Andrang abhängig | In der Regel kürzer, aber nicht völlig ohne Wartezeit |
| Ablauf | Ticketkasse, anschließend Sicherheitskontrolle | Ticketkontrolle, anschließend Sicherheitskontrolle |
| Lage | Hauptfassade, Rue de la Légion d'Honneur | Seitlicher Zugang |
Die Aufteilung folgt einer simplen Logik: Wer ohne Ticket kommt, muss zuerst eines kaufen. Wer bereits eines hat, braucht die Kasse nicht. Was wie eine banale Sortierung klingt, spart in der Praxis Zeit, die man besser in der Sammlung verbringt.
Vor Ort sollte das Ticket auf dem Mobiltelefon bereits geöffnet sein. Ein Ausdruck funktioniert ebenfalls, sofern der Code gut lesbar ist. Die Suche nach der Buchungsbestätigung zwischen E-Mails, Reiseunterlagen und Fotos ist kein großes Problem, wenn die Schlange kurz ist. Bei dichtem Andrang wird sie jedoch schnell zum unnötigen Hindernis. Auch der Akku des Telefons gehört zur Besuchsvorbereitung: Ein Ticket, das sich im entscheidenden Moment nicht mehr anzeigen lässt, hilft wenig.
Wer mit mehreren Personen unterwegs ist, sollte die Tickets nicht erst vor dem Eingang untereinander weiterleiten. Es reicht, wenn eine Person die vollständige Buchung griffbereit hat, zuverlässiger ist jedoch, wenn jeder Besucher seinen eigenen Nachweis aufrufen kann. Bei Kindern kann es sinnvoll sein, die Tickets der gesamten Familie auf einem zweiten Gerät oder zusätzlich als Ausdruck dabeizuhaben.
Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität oder besonderen Bedürfnissen gibt es weitere Wege, die je nach Situation separat kommuniziert werden. Wer mit Kinderwagen kommt, sollte vorab prüfen, welcher Zugang praktisch ist und ob der Kinderwagen während des Rundgangs mitgeführt werden darf. Auch Gruppen, die nicht gemeinsam am Eingang ankommen, sollten sich vorher auf einen Treffpunkt einigen. Die Suche nach einer verspäteten Person direkt vor der Kontrolle blockiert sonst schnell den ganzen Ablauf.
Kostenlose Eintritte und Ermäßigungen: Wer spart beim Museumsbesuch?
Paris und seine Museen kennen eine ganze Schichtung von Tarifen. Das Musée d'Orsay bildet da keine Ausnahme. Wer automatisch den Standardpreis annimmt, lässt mögliche Ersparnisse liegen, die ohne großen Aufwand genutzt werden können. Gleichzeitig ist eine Ermäßigung nur dann hilfreich, wenn die passende Kategorie korrekt gebucht und der erforderliche Nachweis mitgebracht wird.
Die wichtigste Regel vorweg: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben grundsätzlich freien Eintritt. Je nach Buchungssystem kann trotzdem eine kostenlose Reservierung oder ein eigener Nachweis erforderlich sein. Ein gültiger Ausweis ist in Grenzfällen hilfreich, vor allem wenn das Alter nicht ohne Weiteres ersichtlich ist. Familien mit Schulkindern zahlen also in der Regel nur für die Erwachsenen.
Für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren gilt der freie Eintritt nur unter bestimmten Voraussetzungen. Maßgeblich sind neben dem Alter die Staatsangehörigkeit beziehungsweise der Status als Bürger eines EU-Landes oder des Europäischen Wirtschaftsraums. Ein entsprechender Lichtbildausweis – etwa Personalausweis oder Reisepass – sollte vorgelegt werden können. Das Alter allein reicht nicht aus. Wer aus einem Drittstaat kommt, kann trotz passender Altersgrenze dem regulären Tarif unterliegen.
Ein Sonderfall, den selbst Paris-Erfahrene immer wieder übersehen: Am ersten Sonntag jedes Monats ist der Eintritt für alle Besucher kostenlos. Das klingt nach einem offenen Scheunentor, hat aber einen Haken. Der Gratis-Sonntag erfordert in der Regel eine vorherige Online-Reservierung mit Zeitfenster. Ohne gebuchte Reservierung kann man am Eingang abgewiesen werden, auch wenn der Eintritt selbst nichts kostet.
Die Logik dahinter ist konsequent: Der freie Sonntag ist ein kulturelles Angebot, aber kein Freifahrtschein für unkontrollierten Andrang. Wer auf diesen Termin setzt, muss trotzdem planen, früh buchen und bei der Uhrzeit flexibel sein. Die Zeitfenster sind begehrt; der Vormittag kann besonders schnell ausgebucht sein. Wer den kostenlosen Eintritt nutzen möchte, sollte deshalb nicht bis zum Vorabend warten.
Bei der Buchung lohnt es sich, die Bedingungen für die jeweilige Personengruppe genau zu lesen. Kostenloser Eintritt, ermäßigter Eintritt und eine bloße Reservierung sind nicht immer dasselbe. Manchmal ist der Nachweis erst vor Ort erforderlich, manchmal muss bereits bei der Buchung die passende Kategorie ausgewählt werden. Ein kurzer Blick auf die aktuellen Angaben des Museums verhindert, dass eine vermeintliche Ersparnis an der Eingangskontrolle kompliziert wird.
Der Eintritt ist frei – die Vorab-Buchung ist es nicht. Wer beides verwechselt, steht vor verschlossenen Türen.
Für Besucher, die mehrere Museen besichtigen möchten, kann auch ein Museumspass interessant sein. Der Paris Museum Pass bündelt mehrere Häuser unter einer Karte und kann sich lohnen, wenn tatsächlich mehrere teilnehmende Einrichtungen auf dem Plan stehen. Wer den Pass besitzt, kann die reguläre Ticketkasse umgehen; die konkreten Einlassbedingungen und eine mögliche Reservierungspflicht sollte man dennoch vor dem Besuch prüfen.
Ein Kombi-Angebot ist nicht automatisch die günstigste Lösung. Es hängt davon ab, wie viele Museen tatsächlich besucht werden und wie viel Zeit dort zur Verfügung steht. Wer nur das Musée d'Orsay sehen will, fährt mit einer einfachen Eintrittskarte meist übersichtlicher. Wer dagegen mehrere Sammlungen miteinander verbindet, kann mit einer übergreifenden Karte die Ticketlogistik vereinfachen.
Für die Reiseplanung im Jahr 2026 ist außerdem eine häufige Fehlannahme wichtig: Das Centre Pompidou in Paris sollte für einen Besuch im September 2026 nicht als reguläre Station eingeplant werden, da das Haus wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist. Wer an einem Tag mehrere Museen verbinden möchte, kann stattdessen ein geöffnetes Haus wie das Petit Palais oder das Musée Rodin prüfen. Dadurch bleibt die Route realistisch, und der Museumsbesuch hängt nicht an einer Einrichtung, deren regulärer Betrieb vorübergehend ruht.
Abendbesuche und Sonderöffnungszeiten: Kunst in entspannter Atmosphäre
Der Donnerstag ist im Musée d'Orsay ein anderer Abend. Das Haus schließt nicht am frühen Abend wie an den übrigen Wochentagen, sondern bleibt bis in den späteren Abend geöffnet. Für die Zeit ab 18 Uhr gilt ein eigener Abendtarif, der unter dem regulären Tarif liegt. Das verändert die Dynamik des Besuchs grundlegend.
Tagsüber ist das Haus voll: Schulklassen in den oberen Galerien, Reisegruppen vor den bekannten Werken und die klassische Besucher-Rushhour zwischen spätem Vormittag und frühem Nachmittag. Wer die impressionistische und postimpressionistische Sammlung in Ruhe anschauen will, kämpft entweder mit der Menschenmenge oder weicht auf den Abend aus.
Der Donnerstagabendtarif richtet sich an alle, die ihre Museumszeit gegen die Stoßzeit tauschen möchten. Nach 19 Uhr kann sich das Haus merklich leeren, die großen Räume bekommen Luft, und die oberen Galerien wirken weniger gedrängt. Besonders bei den bekannten Werken von Monet, Van Gogh, Renoir oder Manet kann das einen Unterschied machen. Man steht nicht zwangsläufig allein vor einem Gemälde, muss sich aber seltener den besten Blick zwischen mehreren Gruppen erkämpfen.
Die Promenade durch den Uhrensaal mit dem Blick durch die große Uhr auf die Seine ist abends beinahe meditativ. Wer den Andrang scheut und trotzdem einen konzentrierten Eindruck von der Sammlung gewinnen will, findet im Donnerstagabend eine gute Mischung aus Erreichbarkeit und Ruhe. Allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass jede Galerie bis zur letzten Minute gleich viel Zeit bietet. Ein später Einlass ist kein Grund, den Besuch auf die letzte Stunde zu verschieben, wenn mehrere Bereiche auf dem Programm stehen.
Lohnt sich der Abendtarif auch für Kurzbesuche? Ja, wenn man weiß, was man sehen will. Drei gezielte Räume statt eines flüchtigen Rundgangs – der reduzierte Preis macht das wirtschaftlich sinnvoll. Wer hingegen planlos durch das gesamte Haus laufen möchte, sollte genügend Zeit einplanen. Die Architektur, die verschiedenen Ebenen und die Übergänge zwischen den Sammlungen laden dazu ein, länger zu bleiben, als man zunächst erwartet.
Der Abend eignet sich außerdem für Besucher, die den Museumsbesuch nicht an den Beginn ihres Tages legen wollen. Eine Runde durch Saint-Germain, ein späteres Essen oder ein Spaziergang an der Seine lassen sich dann besser mit dem Orsay verbinden. Das ist kein Geheimtipp, sondern schlicht eine andere Zeitdramaturgie: Man tauscht die überfüllten Mittagsstunden gegen einen späteren, oft ruhigeren Rundgang.
Bei Sonderausstellungen sollte man die verlängerten Öffnungszeiten nicht automatisch mit einer uneingeschränkten Verfügbarkeit aller Bereiche gleichsetzen. Ausstellung, Sammlung und Einlass können unterschiedlichen Regeln folgen. Wer wegen eines bestimmten Teils des Museums anreist, sollte deshalb vor der Buchung prüfen, ob dieser Bereich am Donnerstagabend tatsächlich zugänglich ist.
Praktische Hinweise für den Museumsbesuch: Garderobe und Sicherheitskontrollen
Der schönste Museumsrundgang kann am Mantel an der Garderobe scheitern. Klingt banal, ist aber einer der häufigsten Zeitfresser, die Besucher unterschätzen.
Das Musée d'Orsay stellt Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Mänteln und kleineren Taschen bereit. Jacken, Rucksäcke und voluminöse Handtaschen gehören dort hinein, nicht in den Ausstellungsbereich. Wer die Garderobe ignoriert, läuft Gefahr, an einzelnen Sälen abgewiesen zu werden – insbesondere in Bereichen, in denen große Taschen stören oder aus konservatorischen Gründen nicht zugelassen sind.
Die Garderobe ist deshalb nicht bloß eine Komfortfrage. Wer mit Mantel und Tasche durch die Ausstellung geht, muss an Engstellen ausweichen, bewegt sich vorsichtiger und verliert bei Kontrollen zusätzliche Zeit. Besser ist es, die Sachen gleich zu Beginn abzugeben und den Rundgang mit möglichst wenig Gepäck anzutreten. Wertvolle Gegenstände sollte man dabei nicht unnötig in der Garderobe lassen.
Ein wichtiger Punkt für Reisende mit Gepäck: Koffer und große Trolleys sind im Museum nicht zugelassen. Wer vom Gare de Lyon oder Gare du Nord direkt ins Museum läuft, muss sein Gepäck anderswo unterbringen. Schließfächer an den Bahnhöfen oder kommerzielle Gepäckaufbewahrungen rund um das Museum gehören zur Reiseplanung, nicht erst zum Museumstag. Wer mit dem Flugzeug ankommt und am Anreisetag direkt ins Museum möchte, sollte die Route über das Hotel oder eine Gepäckstation einplanen.
Die Sicherheitskontrolle selbst läuft ähnlich wie an anderen stark besuchten Kulturorten, meist aber routiniert. Tasche öffnen, durch den Metalldetektor gehen, weiter zur Ticketkontrolle. Für Besucher mit Zeitfenster ist das die letzte Hürde vor der Sammlung. An Hochtagen kann es hier einige Minuten dauern, an ruhigen Tagen geht es deutlich schneller. Flüssigkeiten, große Gegenstände und alles, was in einem Museum problematisch sein könnte, sollte man möglichst gar nicht erst mitbringen.
Auch die Reihenfolge vor dem Gebäude sollte man im Blick behalten: Zuerst den richtigen Eingang wählen, dann das Ticket vorzeigen, anschließend die Sicherheitskontrolle passieren. Wer sich an der falschen Schlange anstellt, verliert nicht nur Zeit, sondern muss sich bei dichtem Andrang unter Umständen wieder aus dem Besucherfluss herausarbeiten. Ein kurzer Blick auf die Beschilderung genügt meistens, um diesen Umweg zu vermeiden.
Zwei organisatorische Details werden häufig vergessen: Das Museum ist montags geschlossen. Wer ohne Vorab-Buchung loszieht und zufällig am Montag ankommt, steht vor verschlossenen Türen. Von Dienstag bis Sonntag öffnet das Haus regulär am Vormittag und schließt am frühen Abend; donnerstags gelten die verlängerten Öffnungszeiten. Der reguläre letzte Einlass liegt vor der Schließzeit. Wer erst kurz vor dem Ende eintrifft, kommt daher möglicherweise nicht mehr hinein – auch dann nicht, wenn das Gebäude theoretisch noch geöffnet ist.
Diese Zeiten sollte man nicht isoliert betrachten. Ein Ticket für den späten Nachmittag ist nur dann sinnvoll, wenn die Anreise zuverlässig klappt und man keine lange Sicherheitskontrolle einkalkulieren muss. Für einen kurzen Besuch kann es reichen, gezielt einen Sammlungsteil anzusteuern. Wer das Museum zum ersten Mal besucht oder die Architektur und die wichtigsten Säle ohne Zeitdruck erleben möchte, sollte früher erscheinen.
Die eigentliche Checkliste für den Besuch
Am Ende entscheidet nicht ein einzelner Spartipp darüber, ob der Museumsbesuch entspannt beginnt. Entscheidend ist, ob die kleinen organisatorischen Fragen vorher geklärt sind:
- Ist das gewünschte Zeitfenster noch verfügbar?
- Haben alle Personen eine gültige Eintrittskarte oder eine bestätigte kostenlose Reservierung?
- Liegt der erforderliche Nachweis für eine Ermäßigung bereit?
- Ist der richtige Eingang auf dem Wegplan markiert?
- Ist das Ticket auf dem Mobiltelefon geöffnet oder zusätzlich ausgedruckt?
- Reicht der Akku für den Einlass?
- Sind Anfahrt, Metro-Weg und ein möglicher Fußweg großzügig genug kalkuliert?
- Bleiben Koffer und große Taschen außerhalb des Museums?
- Passt die Öffnungszeit tatsächlich zum geplanten Rundgang?
- Sind Sonderausstellungen oder bestimmte Räume im gebuchten Zeitraum zugänglich?
Der wichtigste Punkt bleibt dabei unspektakulär: Ein Online-Ticket ersetzt keine Zeitplanung. Es nimmt nur den unnötigsten Teil des Risikos aus dem Besuch. Wer zu spät kommt, am falschen Eingang steht oder eine notwendige Ermäßigung nicht nachweisen kann, hat trotz Buchung ein Problem.
Das Musée d'Orsay ist kein Ort, den man im Vorübergehen vollständig erledigt. Selbst ein gut vorbereiteter Besuch bleibt eine Auswahl: ein Saal, ein Blick aus der großen Uhr, einige Werke, die länger festhalten als andere. Genau deshalb lohnt sich die Ticketplanung. Sie macht aus dem Einlass keinen Programmpunkt, sondern das, was er sein sollte: den kurzen Übergang vor dem eigentlichen Museumsbesuch.
Wer seine Eintrittskarte im Voraus kauft, den passenden Eingang wählt und Garderobe wie Sicherheitskontrolle einkalkuliert, muss in Paris nicht gegen die Uhr durch die Sammlung laufen. Und wer für das Jahr 2026 mehrere Häuser verbinden möchte, sollte die vorübergehende Schließung des Centre Pompidou berücksichtigen und stattdessen ein geöffnetes Alternativmuseum einplanen. So bleibt die Route flexibel, ohne dass die Ticketlogistik den ganzen Tag bestimmt.
Häufige Fragen
Welcher Eingang ist für Besucher mit einem Online-Ticket der richtige?
Muss ich trotz eines Online-Tickets mit Wartezeiten rechnen?
Haben Kinder und Jugendliche freien Eintritt?
Kann ich mein Ticket einfach auf dem Smartphone vorzeigen?
Wann hat das Musée d'Orsay geschlossen?
Foto: Sanchezn / CC BY-SA 3.0 — Wikimedia Commons