toelzer-coaches

Dein Kompass für Ausbildung und Berufseinstieg.

Meldung

Makerspaces in Aachen: Wie Jugendliche durch Technik ihre Zukunft gestalten

Das zdi-Netzwerk Aachen & Kreis Heinsberg hat an mehreren Schulen sogenannte Makerspaces eingerichtet – Werkstätten, in denen Jugendliche an Robotik, 3D-Druck und Programmierung arbeiten können.

Makerspaces in Aachen: Wie Jugendliche durch Technik ihre Zukunft gestalten

Jetzt sucht das Netzwerk gezielt Ehrenamtliche aus Technik, Handwerk und Digitalisierung, die ihr Know-how an Schüler weitergeben. Für Jugendliche, die einen handwerklichen oder technischen Berufsweg suchen, ist das ein konkreter Test, ob MINT passt – ohne den Umweg über Broschüren.

Was in den Werkstätten passiert

Am Gymnasium Rhein-Maas, Couven-Gymnasium und Anne-Frank-Gymnasium in Laurensberg sind die Räume bereits in Betrieb. Die Ausstattung reicht von Robotik-Bausätzen über 3D-Drucker bis zu Programmierplätzen. Kathrin Futterlieb aus der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen sagt klipp und klar: Dort lernen Jugendliche nicht nur Technik, sondern Selbstvertrauen, Teamarbeit und Problemlösung – drei Kompetenzen, die in jeder handwerklichen oder technischen Ausbildung später erwartet werden.

Eda Körner-Tezer, Projektkoordination des zdi-Netzwerks, bringt den Kern auf den Punkt: Ausprobieren statt passiv konsumieren. Wer einmal eine Fehlermeldung am 3D-Drucker selbst behoben oder einen Code zum Laufen gebracht hat, versteht schneller, was ein Ausbildungsberuf in Mechatronik, Elektronik oder Fachinformatik tatsächlich bedeutet. Genau diese Vorerfahrung entscheidet oft, ob ein Jugendlicher die Probezeit im ersten Lehrjahr durchhält.

Wer gebraucht wird – und warum Handwerker mehr sind als Helfer

Simon Roth vom Couven-Gymnasium formuliert die Rechnung offen: Pensionierte Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker, Technikbegeisterte – schon wenige Stunden im Monat machen für Schülerinnen und Schüler einen riesigen Unterschied. Das ist keine Floskel, sondern ein praktisches Angebot. Wer Jugendlichen vor Ausbildungsbeginn echte Einblicke in einen Berufsalltag gibt, senkt die Abbruchquote im ersten Lehrjahr. Davon profitieren Betrieb, Azubi und Schule gleichermaßen.

Gesucht werden Ehrenamtliche aus Technik, Handwerk, Digitalisierung oder Naturwissenschaften. Wer drei Stunden im Monat eine Werkstatt betreut, gibt keine Nachhilfe, sondern zeigt, wie ein Arbeitsalltag in einem technischen Beruf tatsächlich aussieht. Genau diese Übersetzung zwischen Schulwissen und Werkbank fehlt an vielen Stellen.

Was Coaching und Eltern daraus mitnehmen

Makerspaces sind keine Ferien-Beschäftigung, sondern ein Testfeld für Berufsorientierung. Wer in einer Region ohne zdi-Netzwerk ähnliche Wege sucht, sollte Schulträger direkt ansprechen – der Engpass ist fast immer nicht die Technik, sondern fehlende Mentoren mit Berufspraxis.

Parallel dazu berichtet Kompas.id unter Berufung auf einen aktuellen Gesundheitsbericht von einer Zunahme mentaler Probleme bei Jugendlichen und fordert den Ausbau von Präventionsangeboten. Auch hier gilt: praktische Projekte, sichtbare Ergebnisse, ein Gegenpol zu passivem Medienkonsum. Wer einem Jugendlichen zeigt, dass aus einer eigenen Idee ein funktionierendes Objekt wird, stabilisiert mehr als jedes noch so gut gemeinte Beratungsgespräch.